Neptun wirkt auf subtile Weise äußerst machtvoll. Am stärksten drückt er sich über das Unterbewusste aus, wenn sich seine Energien unbemerkt entfalten können. In seiner faunischen Gestalt wirkt er zerstörerisch und treibt uns in Sucht und Verdrängung. Doch Neptun kann auch anders: In seiner Rolle als Zauberfee zeigt er unsere spirituellen Talente auf, die wir vielleicht noch nicht in uns erkannt haben. Die Autorin führt die Leser durch alle Häuser, Zeichenpositionen und Aspekte Neptuns, sodass jeder seinen persönlichen Neptun-Code im eigenen Horoskop erkennen kann. Entscheidend ist dabei der Lösungsweg, der aufzeigt, wie sich die eigene Neptun-Energie in konkrete Begabungen verwandeln lässt.
Dr. Jana Kubatzki, Promotion in Musikarchäologie, Mutter von 3 Kindern. Lebt und arbeitet als Astrologin und Coach in Leipzig. Sie berät in eigener Praxis, veröffentlicht Beiträge im Radio, in Magazinen und in ihrem eignen Podast.
Die Zauberfee: Oder das Leben mit bewusster Magie
Aber Neptun geht auch anders: als Zauberfee, die dein Leben leichter und magischer macht. Kommt Neptun in den höheren Schwingungen in dein Leben, dann kannst du zaubern. Stell dir vor, du musst dir nicht den Kopf zerbrechen, wenn wichtige (oder alltägliche) Entscheidungen anstehen, sondern »weißt« die Antwort einfach. Unser Bauchwissen, unsere Intuition, der Seelenvogel – es sind die höheren und feineren Schwingungen Neptuns.Wenn du im Einklang mit deinen neptunischen Fähigkeiten lebst, dann brauchst du Rausch, Enthemmung, Verdrängung, Selbstaufopferung und Lügen nicht mehr. Im Einklang mit dem neptunischen Prinzip zu leben ist einfach und schwer zugleich. Einfach, weil du es nur zulassen musst und es nichts gibt, was du üben müsstest. Es ist einfach da. Du wurdest mit diesen Fähigkeiten geboren und darfst sie anwenden. Schwer, weil es gesellschaftlich nicht anerkannt ist, weil man als Hexe, Spinner, als Esoteriker, als Scharlatan gelten kann, wenn man diese besonderen Fähigkeiten offenlegt.
Ich hatte eine Zauberfee; als Kind habe ich mit einer persönlichen Göttin kommuniziert, per Spieltelefon. Sie war ganz real für mich, ich habe mit ihr gesprochen. Sie hat mich durch meine Grundschulzeit begleitet, danach ist sie in Vergessenheit geraten und ich wandte mich ausschließlich Eros zu, dem Gott der Liebe. Da war ich im Faun-Modus angelangt. Als Kind kann man das alles machen, auch imaginäre Freunde mit an den Tisch setzen. Das geht noch als kindliches Spielen durch. Doch wenn man älter wird, erwarten die anderen von einem, dass dieses Kinderwissen des Magischen abgestreift und vergessen wird. Und das tun sicherlich die meisten. Denn wer Stimmen hört, wer Geister sieht, wer Vorahnungen ausspricht, wird an den Rand der Gesellschaft geschoben, gerne auch mal in die Psychiatrie.
Wir werden darauf trainiert, das zu sehen, was alle sehen. Es ist ein Einheitssehen, ein Einheitshören und auch Einheitsfühlen. Es ist die Sichtweise des »man«, das tief in uns einprogrammiert ist (Byung-Chul Han). Es gibt besondere Nischen, in denen die neptunischen Fähigkeiten gelebt werden können, ohne dass es gesellschaftlich anrüchig ist. Tierflüsterer zum Beispiel, die als Tierärzte arbeiten. Oder Gärtner mit dem grünen Daumen – die dürfen auch ein wenig mit ihren Pflanzen reden. Das schadet nicht. Künstler und Künstlerinnen sowieso: Von ihnen wird erwartet, dass sie das Sonderbare zum Geschäft machen. Je sonderbarer, desto besser. Auch HeilpraktikerInnen dürfen Zusatzfähigkeiten mitbringen, die sie nirgendwo gelernt haben. Das geht im Gesamtpaket unter und ist vonseiten der KlientInnen sehr erwünscht.
Aber auch eine Bürokauffrau, die spürt, dass sie diese Mail besser nicht heute absendet, oder die Sekretärin, die den Flug der Chefin spontan umbucht (und der andere Flieger ist abgestürzt), oder der Pfleger im Krankenhaus, der weiß, dass dieser Patient heute sterben wird, obwohl er morgen als gesund entlassen werden sollte. Wir kennen alle diese Stories von anderen. Wie sieht es bei dir aus? Welche Fähigkeiten hast du, die du vielleicht als Kind noch gelebt hast, die du nun aber beiseiteschiebst?
Es kostet Kraft, unsere neptunischen Gaben beiseitezuschieben und in etwas anderes zu verwandeln. Aber natürlich kostet es auch Kraft, gegen den Strom zu schwimmen und zum Anderssein zu stehen. Letzteres ist wesentlich. Wir wollen alle dazugehören und daher passen wir uns an, so gut wir können.
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